Begleithundetraining

 

Die Begleithundeprüfung (BH) ist in allen Vereinen des VDH eine Grundprüfung, in der

  1. das Wissen des Hundeführers über Hunde (Sachkundenachweis) geprüft wird.
  2. der Gehorsam des Hundes (Arbeit auf dem Hundeplatz) überprüft wird.
  3. das Verhalten des Hundes in der Öffentlichkeit, z. B. beim Zusammentreffen mit Fußgängern, Joggern und Radfahrern (Verkehrsteil) geprüft wird.

Mit Bestehen dieser Prüfung kann das Team Mensch / Hund in alle Sportarten an Prüfungen teilnehmen. (Die BH ist das Abitur des Hundesports)

 

1. Sachkundenachweis

Als erstes muss der Hundeführer sich in der Theorie prüfen lassen. Der prüfende Leistungsrichter wählt aus 5 Kategorien (siehe unten) eines Fragenkatalogs insgesamt 20 Fragen aus und lässt diese vom Hundeführer auf vorbereiteten Fragebögen schriftlich beantworten. Der Sachkundenachweis (SKN) ist personengebunden, der Hundeführer muss diesen Sachkundenachweis nur einmal erbringen. Er muss ihn mit einem anderen Hund nicht erneut ablegen.

 

Teil A umfasst allgemeines Wissen über den Hund und sein Verhalten

Teil B beinhaltet speziellere Fragen zum Hund, unter anderem zu Hundekrankheiten und Hundehaltung

Teil C behandelt gesetzliche Bestimmungen, teils bundesgesetzliche, teils Gesetze des Landes Rheinland-            Pfalz, zur Hundehaltung

Teil D umfasst Fragen zum VDH und den Sinnen des Hundes.

Teil E widmet sich speziellen Fragen zum Hundesport, beispielsweise welches Mindestalter ein Hund bei einer Prüfung haben muss.

 

Die Fragen stehen in einem Onlinequiz auf der Homepage des DVG zum Üben zur Verfügung.

 

2. Arbeit auf dem Hundeplatz

Der Hund muss sich während der ganzen Prüfung unbefangen zeigen. Das fängt schon vor dem Betreten des Platzes mit der Identifikationskontrolle (Chip-Einlesen) an. Auf dem Platz muss der Hund Gehorsamsübungen zeigen. Alle Übungen auf dem Platz beginnen und Enden in der Grundstellung, d.h. der Hund sitzt links neben dem Hundeführer und schaut ihn an. Dabei sollte die Schulter des Hundes auf Höhe des Knies des Hundeführers sein.

Der Hund sollte während der ganzen Prüfung freudig zum Hundeführer schauend an seiner linken Seite laufen. Dies muss er in einem festgelegtem Laufschema einmal an der Leine (Leinenführigkeit) und einmal ohne Leine (Freifolge) zeigen. Danach muss einige technische Übungen zeigen, z.B. Sitz und Platz aus der Bewegung. Der Hundeführer gibt seinem Hund während der Freifolge das Kommando „Sitz" oder „Platz" und geht einfach weiter. Der Hund sollte schnell und freudig die gewünschte Position annehmen. Nach 30 Schritten dreht der Hundeführer sich um und geht entweder zu seinem Hund zurück (bei der Sitzübung) oder ruft den Hund in den Vorsitz ab (bei der Platzübung). Hier muss sich der Hund schnell und gerade direkt vor den Hundeführer setzten und ihn anschauen. Zum Abschluss muss der Hund in die Grundstellung wechseln.

Es sind immer zwei Mensch-/Hund-Teams auf dem Platz. Während ein Team die oben genannte Übung zeigt, zeigt das andere Team die Ablage. Während der Ablage muss der Hund ruhig und sicher liegen, während sein Hundeführer ca. 20 Schritte entfernt mit den Rücken zum Hund in dessen Sichtbereich steht.

 

3. Verkehrsteil

Nachdem diese beiden Übungen auf dem Platz erfolgreich bestanden sind, geht die Prüfung im Verkehrsteil weiter:

Hier muss sich der Hund sicher und ruhig im Straßenverkehr bewegen, ohne sich und andere zu gefährden. Er darf sich nicht von Autos, Fahrradfahrern, Joggern oder anderen äußeren Einwirkungen beeindrucken lassen, soll sich also freundlich und unbeteiligt verhalten.

 

 

Der HSV Simmern führt in der Regel zwei Mal im Jahr eine Begleithundprüfung durch. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Vereinszugehörigkeit. Eine Prüfungsordnung mit genauer Beschreibung des Prüfungsinhaltes gibt es z.B. HIER.